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Alice A-Z

Von A wie Abdomen bis V wie Vorsorgedarmspiegelung erläutern wir Ihnen auf den folgenden Seiten einige medizinische Begriffe. Klicken Sie hierzu entweder auf den jeweiligen Anfangsbuchstaben um den gesuchten Begriff zu finden oder geben Sie in das Suchfeld rechts oben auf der Seite Ihren Suchbegriff ein.

Buchstabe A

Abdomen

Abdomen stammt von dem lateinischen Begriff für den Bauch. Mediziner bezeichnen damit die Bauchhöhle mit ihren Eingeweiden und der umschließenden Bauchdecke.

Adipositas

Von einer Adipositas ist bei einem krankhaften Übergewicht die Rede. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Adipositas über den sogenannten Body Mass Index (BMI). Das ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m²). Bei einer Adipositas ist der BMI ? 30 kg/ m².

Akuter Herzinfarkt

Bei einem akuten Herzinfarkt stirbt Gewebe des Herzmuskels ab, weil es plötzlich nicht mehr ausreichend Blut bekommt. Meist liegt dem akuten Ereignis eine chronische Durchblutungsstörung des Herzens zugrunde (Koronare Herzkrankheit). Verschließt dann ein Blutgerinnsel eine Engstelle in einem Herzkranzgefäß, tritt ein Herzinfarkt ein. Auch wenn im Rahmen einer körperlichen oder seelischen Belastung der Bedarf des Herzmuskels an Sauerstoff das Angebot übersteigt, kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Allergologie

Als Allergologie bezeichnet man ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung, der Vorbeugung, der Diagnose und der Therapie von Allergien befasst. Außerdem beschäftigt sich die Allergologie wissenschaftlich mit den ökologischen Grundlagen von Allergien, also dem Vorkommen und der Verbreitung von sogenannten Allergenen. Das sind bestimmte Substanzen, die das körpereigene Immunsystem zu einer Überreaktion anregen und damit Allergien auslösen können. Allergologen sind Fachärzte (z.B. Hautärzte, Kinderärzte oder Lungenfachärzte) mit einer speziellen Weiterbildung auf diesem Gebiet.

Allgemeine Chirurgie

Die Chirurgie ist ein Teilgebiet der Medizin, in dem die Therapie einer Krankheit oder Verletzung im Rahmen eines operativen Eingriffs erfolgen kann. Im Lauf der vergangenen Jahrzehnte haben sich daraus immer mehr Spezialgebiete, wie die Unfallchirurgie, die Neurochirurgie oder die Herzchirurgie entwickelt. Die Allgemeinchirurgie umfasst diejenigen Bereiche, die nicht zu einem solchen Spezialgebiet gehören. Allgemeinchirurgen versorgen zum Beispiel Leistenbrüche oder Entzündungen des Blinddarms.

Ambulante Rehabilitation

Eine Rehabilitation soll Patienten nach einer Krankheit oder einer Verletzung wieder bestmöglich auf ihren Alltag vorbereiten. Im Rahmen einer ambulanten Rehabilitation können die Patienten am Abend in ihr normales Umfeld nach Hause zurückkehren und das Gelernte gleich ausprobieren beziehungsweise in den Alltag integrieren.

Angiographie

Eine Angiographie ist eine Röntgenuntersuchung der Blutgefäße. Normalerweise lassen sich diese durch eine Röntgenaufnahme zwar nur schlecht darstellen. Aber um damit trotzdem zum Beispiel eine Durchblutungsstörung diagnostizieren zu können, spritzt man vor der Aufnahme ein Kontrastmittel in die zu untersuchenden Blutgefäße.

Arthroskopie

Mithilfe spezieller lichtleitender schlauchförmiger Geräte (Endoskope) können Ärzte heute sozusagen um die Ecke und damit auch in das Innere des Körpers schauen. Solche Untersuchungen heißen in der Fachsprache Endoskopien oder auch Spiegelungen. Eine Arthroskopie ist eine Spiegelung eines Gelenkes. Dazu führen die Ärzte über einen kleinen Hautschnitt das Endoskop in das Gelenk ein. Im Rahmen einer Arthroskopie können Ärzte nicht nur das Gelenk über eine kleine Kamera betrachten, sondern auch kleinere Eingriffe durchführen.

Buchstabe B

Bauchdeckenstraffung

Nach einer starken Diät oder auch nach einer Schwangerschaft verliert die Bauchhaut häufig an Elastizität. Die Folge davon sind unschöne Hautüberschüsse und Fettschürzen, die das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen können. Bei einer Bauchdeckenstraffung entfernen plastische Chirurgen größere Fettdepots sowie überschüssiges und erschlafftes Gewebe um den Bauch wieder in Form zu bringen.

Beckenbodenschwäche

Normalerweise sorgen Muskeln und Bänder im Beckenboden dafür, dass innere Organe wie die Gebärmutter, die Blase und der Darm in ihrer richtigen Position bleiben. Mit zunehmendem Alter oder auch nach einer Schwangerschaft kann dieser Halteapparat erschlaffen. Eine solche Beckenbodenschwäche führt mitunter dazu, dass die Blase sich absenkt und nicht mehr richtig dicht ist, besonders beim Lachen, Niesen oder Husten. Auch ein unbeabsichtigter Stuhlabgang ist möglich. Außerdem kann sich die Gebärmutter in die Scheide senken und dadurch Beschwerden, wie ein unangenehmes Druckgefühl, verursachen.

Blasenkrebs

Als Krebs bezeichnet man eine Erkrankung, bei der sich in ihrem Erbgut veränderte Zellen unkontrolliert vermehren und dadurch bösartige Tumoren bilden, die umliegendes Gewebe schädigen. Bei einem Blasenkrebs tun dies Schleimhautzellen der Harnblase.

Baypass-Operation

Wenn eine Arterie stark verengt oder gar verschlossen ist, können Ärzte operativ neue Transportwege für das Blut anlegen. Für eine solche Bypass-Operation verwenden sie entweder eine Kunststoff-Plastik oder ein kleines Stück einer Vene, das sie zuvor zum Beispiel an einem Bein entnommen haben. Der Begriff Bypass stammt aus dem Englischen und bedeutet Umgehung. Solche Umgehungen verengter Arterien können Ärzte an verschiedenen Stellen des Körpers anlegen. Häufig sind Bypass-Operationen am Herzen und an den Beinen.

Buchstabe C

Cardio CT

CT ist die Abkürzung für Computertomografie. Dabei erzeugen Röntgenstrahlen, die spiralförmig um den Patienten kreisen, verschiedene Schichtaufnahmen, die ein Computer zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen kann. So erhalten die Ärzte einen detaillierten Blick in das Innere des Körpers. Eine Cardio CT ist eine Computertomografie des Herzens. Sie liefert ein deutliches und plastisches Bild des sich bewegenden Organs, durch das Ärzte zum Beispiel Durchblutungsstörungen diagnostizieren können.

Cardio MRT

MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Bei dieser Untersuchung erstellt ein Computer – ähnlich wie bei einer Computertomografie – Schichtaufnahmen vom Inneren des Körpers, die er zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen kann. Ein MRT arbeitet aber ganz ohne Strahlenbelastung. Es nutzt die Eigenschaft elektrisch geladener Atomkerne in den verschiedenen Geweben, sich von einem wechselnden starken Magnetfeld in Schwingungen versetzen zu lassen, und das ohne erkennbare schädliche Wirkungen. Ein Cardio MRT ist eine Magnetresonanztomografie des Herzens. Damit können Ärzte schon kleinste Veränderungen am Herzen diagnostizieren.

Carpaltunnelsyndrom

Durch den Carpalkanal oder Carpaltunnel am Handgelenk verlaufen wichtige Nerven für die Hand. Bei einem Carpaltunnelsyndrom ist dieser Kanal zu eng, so dass ein Druck auf diese Nerven einwirkt. Dadurch kann es zu Schmerzen, Kribbeln oder auch einem Taubheitsgefühl kommen.

Chest Pain Unit

Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, zählt jede Sekunde. In einer sogenannten Chest Pain Unit (wörtlich übersetzt „Brustschmerz-Einheit“) finden Betroffene eine schnelle und kompetente Hilfe. Dadurch sinkt das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, und Folgeschäden lassen sich minimieren.

Chronische Herz-Kreislauf-Erkrankung

Der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen fasst Erkrankungen des Herzens und Erkrankungen der Blutgefäße zusammen. Sie stellen die häufigste Todesursache in den Industrienationen dar. Dazu gehören zum Beispiel der Bluthochdruck und die Arteriosklerose (umgangssprachlich „Arterienverkalkung“) dazu. Risikofaktoren sind unter anderem Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Stress, Bewegungsmangel und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Herz-Kreislauferkrankungen wie die Arteriosklerose sind zwar oft nicht heilbar, das heißt sie verlaufen chronisch. Durch eine adäquate Behandlung können Ärzte aber die Folgen vermindern.

Colitis Ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Dickdarms, die meist in Schüben verläuft. Sie zählt zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Das heißt, hier greift das körpereigene Immunsystem die Zellen der Darmschleimhaut an, so dass es hier zu Blutungen und Geschwüren kommt.

Buchstabe D

D-Arztverfahren

Das sogenannte Durchgangsarztverfahren kommt bei Arbeitsunfällen zum Einsatz. Denn hier übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die Behandlung. Dafür muss die verletzte Person einem Durchgangsarzt vorgestellt werden. Das sind zum Beispiel Unfallchirurgen mit einer besonderen Zulassung. Das Verfahren soll sicherstellen, dass die Unfallverletzten eine bestmögliche und schnelle Behandlung erhalten.

Defibrillatoren

Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kann ein kurzer Stromstoß das Herz wieder in den richtigen Takt bringen. Mediziner sprechen von einer Defibrillation. Sind diese Herzrhythmusstörungen lebensbedrohlich und treten sie wiederholt auf, kann ein implantierbarer Defibrillator Betroffene effektiv schützen. Das ist ein kleines Gerät, das ähnlich wie ein Schrittmacher den Herzrhythmus permanent überwacht. Ärzte pflanzen es üblicherweise unterhalb des Schlüsselbeins unter die Haut und verbinden es über feine Elektroden durch die Blutgefäße mit dem Herzen. Kommt es zu einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung, unterbricht sie der Defibrillator durch einen kleinen Stromstoß direkt an den Herzmuskel.

Buchstabe E

Endoskopie

Mithilfe spezieller lichtleitender, schlauchförmiger Geräte (Endoskope) können Ärzte heute sozusagen um die Ecke und damit auch in das Innere des Körpers schauen. Solche Untersuchungen nennen Mediziner Endoskopien oder auch Spiegelungen. Die genaue Bezeichnung hängt von der Körperhöhle beziehungsweise von dem Hohlorgan ab, das untersucht wird. So heißt zum Beispiel eine Spiegelung des Magens Gastroskopie. Im Rahmen einer Endoskopie können Ärzte auch kleinere Eingriffe durchführen. So ersparen sie dem Patienten unter Umständen eine größere Operation.

EPU

EPU steht für „Elektrophysiologische Untersuchung“. Dabei führen Ärzte Elektroden über Blutgefäße bis in das Herz und stellen darüber seine elektrische Erregung bildlich dar. Durch dieses direkt am Herzmuskel abgeleitete Elektrokardiogramm (EKG) können sie Herzrhythmusstörungen und deren zugrunde liegende Mechanismen viel präziser diagnostizieren als durch ein herkömmliches EKG. Profitieren können unter anderem Patienten mit einem Vorhofflimmern (siehe Kasten vorherige Seite). Denn hier können die Ärzte durch eine EPU die krankhaften Zellen genau lokalisieren, die diese Herzrhythmusstörung auslösen. Meist liegen sie im linken Vorhof an den Stellen, wo die aus der Lunge kommenden Blutgefäße münden. Eine EPU erlaubt in vielen Fällen auch, ein Vorhofflimmern gleich zu beseitigen. So können Kardiologen dabei mithilfe eines hochfrequenten Stroms diejenigen Zellen des Herzmuskels veröden, die die krankhaften elektrischen Impulse aussenden. Mediziner nennen eine solche Verödung „Ablation“. Durch eine Ablation kann das krankhafte Gewebe dauerhaft elektrisch isoliert werden und das Herz wieder im richtigen Takt schlagen. Ein längerer stationärer Aufenthalt ist danach in der Regel nicht notwendig. Meist ist eine örtliche Betäubung des Einstichbereichs (zum Beispiel in der Leiste) ausreichend.

Buchstabe F

Facelifting

Als Facelifting bezeichnet man eine Schönheitsoperation, bei der ein plastischer Chirurg die Gesichtshaut des Patienten (in der Regel an der Stirn, den Schläfen, den Wangen und am Hals) strafft.

Buchstabe G

Greenlightlaser

Laserlicht ist besonders reich an Energie und kommt heute in fast allen Bereichen der Medizin zum Einsatz. So nutzen Ärzte die gebündelten Lichtwellen zum Beispiel wie ein Skalpell und entfernen damit krankhaftes Gewebe. Der Greenlightlaser ist ein modernes Laserverfahren, mit dem Urologen störendes Gewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) verdampfen können. Weil der rote Blutfarbstoff das grüne Licht sehr stark absorbiert, verdampft so das Prostatagewebe fast ohne Blutungen zu verursachen. Außerdem dringt der Laserstrahl nur sehr gering unter die Oberfläche. Daher kommt es kaum zu einer Schwellung und Entzündung des umliegenden Gewebes.

Buchstabe H

Harninkontinenz

Normalerweise sorgen verschiedene Muskeln dafür, dass die Harnwege dicht sind und sich nur bei dem Toilettengang entleeren. Bei einer Harninkontinenz geht die Kontrolle über diesen Verschlussmechanismus verloren. Dass kann zum Beispiel passieren, wenn im Alter die Spannkraft der Muskeln nachlässt. Betroffene können dann vor allem bei einer plötzlichen Anspannung, wie beim Lachen oder Husten, den Urin nicht mehr richtig halten.

Hernie

Der Ausdruck stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Bruch“. Bei einer Hernie wölben sich Eingeweide durch einen Gewebebruch aus einer Körperhöhle hervor. So können zum Beispiel bei einem Leistenbruch Anteile des Darms durch den Leistenkanal gelangen. Außerdem gibt es Narben-, Nabel-, und Zwerchfellhernien.

Herzrhythmusstörung

Normalerweise sorgt ein natürlicher „Schrittmacher“ im Herz für den richtigen Rhythmus. Dadurch schlägt es regelmäßig etwa 60-100 Mal pro Minute. Bestimmte Krankheiten oder Störungen können diesen Rhythmus durcheinander bringen. Schlägt das Herz ohne einen „normalen“ Grund (zum Beispiel körperliche Anstrengung) zu schnell oder zu langsam, oder ist der Rhythmus unregelmäßig, sprechen Mediziner von einer Herzrhythmusstörung.

Herzschrittmacher

Schlägt das Herz nur sehr langsam, kann das die körperliche Leistung erheblich herabsetzen. Mitunter führt dies sogar zu Schwindel oder gar Bewusstlosigkeit. Um das Herz wieder dauerhaft auf Trapp zu bringen, implantieren Ärzte einen Herzschrittmacher unter die Haut und verbinden ihn über feine Elektroden durch die Blutgefäße mit dem Herz. Diese etwa Streichholzschachtel-großen Geräte überwachen permanent den Herzschlag. Sinkt die Frequenz unter einen bedenklichen Wert, regen sie über kleine elektrische Impulse den Herzmuskel an. Moderne Herzschrittmacher können sogar noch viel mehr. Manche passen die Impulse der körperlichen Aktivität an. Andere überwachen, ob das Herz auch kräftig genug schlägt, so dass sich keine Flüssigkeit in die Lunge zurückstaut.

Herzschwäche

Ein gesundes Herz ist ein extrem leistungsfähiger Muskel. Rund 8000 Liter Blut pumpt es täglich durch den Körper. Nimmt diese Pumpleistung aufgrund einer Störung ab, sprechen Mediziner von einer Herzinsuffizienz oder Herzschwäche.

Buchstabe I

Implantologie

Als Implantologie bezeichnet man in der Zahnmedizin die Behandlung verloren gegangener Zähne durch den Einsatz künstlicher Zahnwurzeln. Diese Implantate sorgen für einen sicheren Halt des Zahnersatzes.

Buchstabe L

Lipidapharese

Wenn ein bestimmtes Fett (das sogenannte LDL-Cholesterin) im Blut stark erhöht ist, steigt das Risiko einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung). In besonders hartnäckigen Fällen bleibt dieses Blutfett aber trotz medikamentöser Therapie und Diät massiv erhöht. Hier stellt eine Lipidapherese eine Behandlungsoption dar. Ähnlich wie eine Dialyse Giftstoffe aus dem Blut des Patienten wäscht, entfernt eine Lipidapharese das LDL-Cholsterin außerhalb des Körpers aus dem Blut des Patienten.

Buchstabe M

Minimalinvasive Chirurgie

Die minimalinvasive Chirurgie (umgangssprachlich Schlüssellochchirurgie) stellt eine schonende Methode des Operierens dar. Dabei führen Fachärzte Eingriffe ohne große Schnitte durch. Dazu nutzen sie Minikameras und spezielle Instrumente, die sie durch eine kleine Öffnung in das Operationsgebiet einführen. Die Patienten erholen sich so schneller als nach einer herkömmlichen Operation. Außerdem ist das kosmetische Ergebnis besser.

Morbus Crohn

Das ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die alle Abschnitte des Verdauungstrakts betreffen kann. Sie verläuft meist in Schüben und zählt zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Das heißt, hier greift das Immunsystem die körpereigenen Zellen der Schleimhaut an.

MRT

MRT ist die Abkürzung für Magnetresonanztomografie. Bei dieser Untersuchung erstellt ein Computer – ähnlich wie bei einer Computertomografie – Schichtaufnahmen vom Inneren des Körpers, die er zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen kann. Ein MRT arbeitet aber ganz ohne Strahlenbelastung. Es nutzt die Eigenschaft elektrisch geladener Atomkerne in den verschiedenen Geweben, sich von einem wechselnden starken Magnetfeld in Schwingungen versetzen zu lassen, und das ohne erkennbare schädliche Wirkungen.

Buchstabe N

Neuroradiologie

Die Neuroradiologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Es befasst sich mit der bildgebenden Diagnostik (z.B. Computertomografie, Angiografie, Magnetresonanztomografie) bei Erkrankungen des Schädels und des Gehirns, der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Neuroradiologen sind Fachärzte für Radiologie mit einer besonderen Weiterbildung.

Nierenarterienverödung

Das ist eine neuartige Therapie für besonders hartnäckige Fälle von Bluthochdruck, bei denen selbst eine medikamentöse Therapie mit mehreren Wirkstoffen zusammen nicht hilft. Dabei überhitzen Ärzte über einen Katheter mithilfe von Strom kleine Nervenfasern an den Nierenarterien. Diese spielen eine maßgebliche Rolle bei der Höhe des Blutdrucks.

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin befasst sich mit der Diagnose und der Behandlung von Krankheiten anhand radioaktiver Substanzen. Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „nucleus“ für „Kern“. Radioaktive Atomkerne geben beim Zerfall Energie in Form von Strahlung ab. Nuklearmediziner verabreichen ihren Patienten kurzlebige radioaktive Substanzen und messen diese Strahlung mit speziellen Kamerasystemen. Hierdurch können sie z.B. Stoffwechselprozesse ermitteln. Außerdem nutzen sie Medikamente, die strahlende Teilchen enthalten, sogenannte Radiopharmaka, um z.B. Tumorzellen zu zerstören.

Buchstabe P

Perinatalzentrum

Ein Perinatalzentrum ist eine Einrichtung, die Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Zeit nach der Geburt eine bestmögliche Versorgung bietet, auch wenn bestimmte Risiken bestehen. Dafür arbeiten viele verschiedene Fachärzte und andere medizinische Fachkräfte eng zusammen. Ein Perinatalzentrum muss viele Auflagen erfüllen, so muss es z.B. bestimmte diagnostische Möglichkeiten bieten. Außerdem muss es über eine Neugeborenen-Intensivstation verfügen.

Proktologie

Die Proktologie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Diagnostik und der Therapie von Erkrankungen des Enddarms und des Analbereichs befasst. Dazu gehören z.B. Hämorrhoiden (Krampfadern im Analbereich).

Prostata

Das ist der medizinische Fachbegriff für die männliche Vorsteherdrüse. Die Prostata ist normalerweise etwa kastaniengroß und umschließt den oberen Teil der Harnröhre. Sie bildet ein Sekret, das beim Samenerguss zusammen mit dem Samen ausgestoßen wird. Im Alter vergrößert sich die Prostata oft und kann dann zu Beschwerden beim Wasserlassen führen.

Psychosomatik

Körper und Seele sind eng miteinander verknüpft. Das zeigt sich schon daran, dass viele Hormone, die für körperliche (somatische) Vorgänge verantwortlich sind auch das psychische Empfinden beeinflussen. Umgekehrt kann auch die Psyche einen Einfluss auf körperliche Vorgänge haben. Die Psychosomatik beschäftigt sich mit diesem Wechselspiel. Als medizinisches Teilgebiet versucht sie bei der Diagnostik und der Therapie von Krankheiten immer auch die psychische Seite miteinzubeziehen.

Buchstabe R

Refluxerkrankung

Wenn der Mageneingang nicht richtig schließt, kann ständig saurer Mageninhalt in die falsche Richtung gelangen und dadurch die Speiseröhre oder andere Organe schädigen. Nicht immer spürt der Patient dies als Sodbrennen. Auch hinter einer anhaltenden Heiserkeit oder einem Asthma bronchiale kann eine Refluxerkrankung stecken.

Röntgenreizbestrahlung

Bei einer Röntgenreizbestrahlung (in der Fachsprache „Orthovolttherapie“) behandeln Ärzte zum Beispiel einen entzündlichen Prozess wie einen Fersensporn mit niedrig dosierten Röntgenbestrahlungen. Diese können zu einer Rückbildung der entzündlichen Veränderungen führen und dadurch Schmerzen lindern.

Buchstabe S

Schrittmacher-Implantation

Ist ein Herzschlag anhaltend zu langsam, pflanzen Ärzte üblicherweise einen Herzschrittmacher unter die Haut (meist unterhalb des Schlüsselbeins) des Patienten der über feine Elektroden mit seinem Herz verbunden ist und es so über kleine elektrische Impulse wieder auf Trapp bringen kann. Solche Schrittmacherimplantationen können in der Regel in lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Second Opinion

Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet „zweite Meinung“. In der Medizin ist damit gemeint, eine zweite ärztliche Meinung zu einem Befund oder einer vorgesehenen Therapie einzuholen, um bei Zweifeln die bestmögliche Behandlung sicherzustellen.

Senkungsbeschwerden

Am Boden der Beckenhöhle sorgen normalerweise Muskeln und Bänder für den richtigen Halt der inneren Organe. Zum Beispiel nach Schwangerschaften oder bei älteren Frauen erschlafft dieser Halteapparat oft. Dann kann sich die Gebärmutter oder die Blase nach unten senken und dadurch zu Schmerzen führen. Mitunter können Betroffene auch ihren Urin nicht mehr richtig halten.

Sozialpädiatrisches Zentrum

In einem sozialpädiatrischen Zentrum betreuen Psychologen, Pädagogen, Logopäden, Spieltherapeuten, Kinderkrankenpflegekräfte und Physiotherapeuten Kinder interdisziplinär – aus medizinischer, psychologischer und sozialer Sicht. Davon profitieren zum Beispiel kleine Patienten mit chronischen oder psychosomatischen Erkrankungen oder mit Entwicklungsstörungen.

Stuhlinkontinenz

Bei einer Inkontinenz können Betroffene ihren Urin oder Stuhlgang nicht mehr vollständig bewusst steuern. Bei einer Stuhlinkontinenz merken sie entweder den Stuhldrang nicht und der Darm entleert sich unbewusst, oder sie schaffen es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette.

Buchstabe U

Ultraschall

Ultraschallwellen sind Schallwellen, die mit einer so hohen Frequenz schwingen, dass Menschen Sie nicht hören können. Ärzte nutzen sie zum Beispiel in der Therapie von Krankheiten des Bewegungsapparates und außerdem – in fast allen Bereichen der Medizin – für die bildgebende Diagnostik. Dabei sendet der Arzt mit einem Ultraschallkopf Ultraschallwellen durch den Körperteil, den er untersuchen möchte. Dort werden die Wellen von den verschiedenen Geweben je nach Lage unterschiedlich schnell zurückgeworfen. Das Gerät erstellt aus den reflektierten Schallwellen auf einem Monitor ein Bild.

Buchstabe V

Visveralchirurgie

Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort viscera für Eingeweide. Die Vizeralchirurgie ist ein Teilbereich der Chirurgie, in dem Patienten mit Erkrankungen des Bauchraums behandelt werden.

Vorsorgedarmspiegelung

Eine Darmspiegelung ist eine effektive Methode, einen Darmkrebs früh zu erkennen, beziehungsweise sogar zu vermeiden. Bevor ein Darmkrebs entsteht, wachsen im Darm nämlich in vielen Fällen sogenannte Polypen, die dann erst im Lauf der Zeit entarten und zu bösartigen Tumoren führen können. Durch eine Darmspiegelung können Ärzte diese Polypen entdecken und im Rahmen der Untersuchung gleich mitentfernen, ohne dass eine größere Operation notwendig ist. Deshalb zahlen Krankenkassen jedem über 55 Jahren eine Vorsorgedarmspiegelung.

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