Presse

Unternhmenskommunikation

Manfred Fleck

Telefon: (06151) 402 1400
E-Mail: manfred.fleck@alice-hospital.de


Pressemitteilungen


16-05-2019

Mit Gerinnungshemmern leben

Immer mehr Menschen nehmen Medikamente ein, die die Blutgerinnung hemmen. Wer gut informiert ist, kann Komplikationen vermeiden.

In unserer älter werdenden Gesellschaft steigt unter anderem das Risiko, durch Blutgerinnsel einen Schlaganfall zu erleiden. Daher kommen immer öfter gerinnungshemmende Medikamente zum Einsatz. Der Volksmund spricht von ‚Blutverdünnern‘, aber  besser sollte man von „Gerinnungshemmern“ sprechen.

Heute gibt es zahlreiche verschiedene Wirkstoffe dieser Art. Die betreuenden  Ärzte entscheiden anhand der Vorerkrankungen und vorhandenen Risikofaktoren, welches Präparat individuell am besten geeignet ist. Patienten mit einer künstlichen Herzklappe müssen zum Beispiel lebenslang eine  Therapie mit Marcumar durchführen. Eine weitere und zunehmend wichtige  Indikation für Gerinnungshemmer ist zum Beispiel das Vorhofflimmern, eine häufig vorkommende Herzrhythmusstörung, auf die 20 bis 30 Prozent aller Schlaganfälle zurückzuführen ist.

Marcumar hat eine starke gerinnungshemmende Wirkung, muss aber sehr genau dosiert werden, um Blutungen zu vermeiden. Um dies zu erreichen, muss der gerinnungsmindernde Effekt im Blut regelmäßig kontrolliert werden. Dank einfach zu bedienender Messgeräte führen viele Betroffene das heute selbst durch und managen auch ihre Medikamentendosis eigenständig. Kommt es unter dem Wirkstoff dennoch zu einer lebensgefährlichen Blutung, ist die Gabe von Blutprodukten, die Gerinnungsfaktoren enthalten, nötig.

NOAKs („Neue orale Anti-Koagulantien“) haben Vorteile

Heute stehen neuere Wirkstoffe, sogenannte NOAKs, zur Verfügung. Sie haben gegenüber dem Marcumar  einige Vorteile. Eine Kontrolle durch regelmäßige Blutmessungen ist in der Regel nicht erforderlich, allerdings muss besonders die Nierenfunktion – da wichtig für den Effekt – vom Arzt beachtet werden.  Das Risiko für eine lebensbedrohliche Hirnblutung ist zum Beispiel. im Vergleicht mit Marcumar nur halb so hoch. Auch gibt es für eines dieser Präparate bereits ein schnell wirksames Gegenmittel für den Fall einer lebensbedrohlichen Blutung. Für andere wird das in naher Zukunft auch zur Verfügung stehen.

Fast jeder kennt auch Aspirin („Herz-ASS“), das in niedrigen Dosen vor allem verordnet wird, wenn eine  Arterienverkalkung  und somit erhöhtes Herzinfarktrisiko besteht. Seine gerinnungshemmende Wirkung  entfaltet sich mehr in den Arterien und reicht für viele Patienten mit dem Risiko für Gerinnsel in anderen Körperregionen (Embolien) alleine nicht aus. Manchmal kommen auch verschiedene  Gerinnungshemmer kombiniert zum Einsatz.

Wer eine gerinnungshemmende Therapie erhält, muss im Fall einer äußeren Blutung länger als beim Gesunden üblich eine Kompression auf die blutende Stelle ausüben, und bei Anzeichen einer inneren Blutung sofort einen Arzt aufsuchen. Dazu zählen sichtbares Blut im Stuhl oder Urin, schwarzer Stuhlgang und ungewöhnlich ausgedehnte Blutergüsse. Ganz wichtig ist auch, als Patient über die Behandlung informiert zu sein, Präparat und Dosis zu kennen und diese Information an mitbehandelnde Ärzte weiterzugeben vor allem, wenn ein operativer Eingriff geplant ist.

Dr. med. Harald Küx
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Belegarzt am Alice-Hospital

Verschiedenes

Kurse & Seminare

Das Alice-Hospital führt eine Vielzahl von Kursen und Seminaren Rund um das Thema Gesundheit durch. Hierzu zählen sowohl Yoga- und Pilates als auch medizinische Vorträge und Sebsthilfegruppen.

Aufnahme & Entlassung

Die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme beraten Sie in allen Fragen rund um die Aufnahme. Die Patientenaufnahme steht Ihnen montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8:00 bis 15:30 Uhr zur Verfügung.

Qualität & Sicherheit

Infektionsvermeidung und Patientensicherheit ist eine zentrale Aufgabe für Krankenhäuser. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Alice-Hospital eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt.