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09-07-2019

Wer schlecht hört, zieht sich zurück

Schwerhörige ältere Menschen leiden häufiger unter Depressionen / Technik und Operationen helfen

DARMSTADT . Wer nicht hören will, muss fühlen, sagt der Volksmund. Wer nur eingeschränkt hören kann, bekommt das ebenfalls zu spüren, und zwar in vielerlei Hinsicht. Denn unbehandelt führt Schwerhörigkeit oft zu einer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit und damit zu einer schlechteren Lebensqualität.

Bei Kindern können Entwicklungsstörungen ihrer geistigen Fähigkeiten die Folge sein. Bei älteren Menschen ist Schwerhörigkeit mit einem deutlich erhöhten Demenzrisiko verbunden. Außerdem ziehen sich Betroffene in Gesprächen oft zurück, um nicht ständig nachfragen zu müssen oder um sich nicht zu blamieren, wenn sie etwas Unpassendes entgegnen. Studien zeigen, dass schwerhörige Menschen in höherem Alter häufiger unter Depressionen leiden, vor allem, wenn noch eine Sehbehinderung hinzukommt.

Während die Hörfähigkeit bei Kindern bei Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig überprüft wird und auch die Eltern hier zu Achtsamkeit aufgefordert sind, bleibt ein Verlust bei Erwachsenen oft lange Zeit unerkannt. Experten schätzen, dass in Deutschland knapp jeder Fünfte über 14 Jahre davon betroffen ist, aber eine Mehrheit von ihnen kein Hörgerät benutzt. Dabei sind die modernen Geräte heute nach einer Gewöhnungszeit für die meisten eine echte Hilfe und fallen aufgrund ihrer geringen Größe kaum mehr auf.

Manche Formen einer Schwerhörigkeit können auch operativ behandelt werden. HNO-Ärzte unterscheiden zwischen Innenohr- und Mittelohrschwerhörigkeit. Bei Kindern liegt die Ursache oft in einer Belüftungsstörung des Mittelohrs, etwa durch Polypen oder vergrößerte Rachenmandeln. Eine Entfernung bringt hier rasche Besserung. Bei wiederkehrenden Mittelohrentzündungen kommen mitunter sogenannte Paukenröhrchen zum Einsatz. Eingelegt in das Trommelfell sorgen sie dafür, dass sich dahinter keine Flüssigkeit ansammeln kann.

Die häufigste Form im Alter ist die sogenannte Presbyakusis. Das ist ein langsam fortschreitender Abnutzungsprozess der Haarzellen im Innenohr, bei dem vor allem die hohen Töne schlechter gehört werden. Sie wandeln den Schall in Nervenreize um und bauen sich mit der Zeit unter starker längerfristiger Belastung ab. Hier gibt es derzeit noch keine operativen Möglichkeiten, es hilft nur ein Hörgerät. Betroffene sollten es aber frühzeitig nutzen, um weiter uneingeschränkt mit allen Sinnen am Leben teilhaben zu können.

Gesundheitstipp von Dr. Susanne Michel erschienen am 9. Juli 2019 im Darmstädter Echo

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