Presse

26-06-2020

Erweiterungsbau mit Platz für Radiologie

Beginn der Arbeiten am Alice-Hospital verschiebt sich um zwei Jahre auf 2021 / Krankenhaus kauft Nachbargrundstück mit Villa

Die Vorarbeiten sind schon erfolgt, davon kündet die Schotterfläche in der Nordostecke des Klinikgeländes. Doch bis der Erweiterungsbau des Alice-Hospitals dort errichtet wird, dauert es noch. Der ursprünglich für Frühjahr 2019 geplante Baubeginn wird nun für 2021 angekündigt. Dafür erweitert sich das Vorhaben: Neu mit einziehen soll dann auch die laut Eigenbeschreibung „größte ambulante Radiologie Südhessens“.

Im Erdgeschoss des vier Stockwerke hohen Gebäudes baut die „Radiologie Darmstadt“ ihren Standort aus „zu einem Mutterschiff“, so Professor Oliver Mohrs von der radiologischen Praxis am Alice-Hospital und der benachbarten Kinderklinik Prinzessin Margaret. Rund zehn Millionen Euro investierten sie für den neuen Hauptsitz, nach Mohrs Worten zentraler Baustein in der Entwicklung der Radiologie der Zukunft.

„Das ist für die Region wirklich was ganz Tolles, was da passiert“, schwärmt der Radiologe. Während ihre übrigen Standorte am Elisabethenstift, dem Fachärztezentrum am Klinikum Darmstadt oder dem Kreiskrankenhaus Groß-Gerau erhalten blieben, erweiterten sie ihre Kapazitäten am Alice-Campus, wo ihre Praxis derzeit im Haupthaus liegt, stark. So werde am neuen Standort alles doppelt vorhanden sein, sodass bei Ausfällen keine Lücken entstünden. „Wir wollen Patienten kurze Wege anbieten und dort sein, wo Medizin passiert.“

Möglich geworden ist das, weil das Alice-Hospital Ende 2018 ein benachbartes Grundstück mit einer denkmalgeschützen Villa von 1888 in der Dieburger Straße 55 kaufen konnte. Der vorherige Eigentümer hatte gegen den Erweiterungsbau Einspruch erhoben, weil er durch die Nähe und Größe des Baus den Wert seiner Immobilie und auch seinen Alterswohnsitz beeinträchtigt sah (wir haben berichtet), sich dann aber zum Verkauf entschlossen.

Wie Manfred Fleck, Pressesprecher des Alice-Hospitals, erläutert, kann dadurch näher an das nun eigene Nachbargrundstück herangerückt und das Gebäude im Untergeschoss größer geplant werden. Wo zuvor Parkplätze vorgesehen waren, ist Platz für die Radiologie entstanden. Die Zufahrt zum neuen Block, der über eine Brücke im dritten Stock mit dem benachbarten Zentralbau verbunden wird, führt dann zwischen dem Alt- und Neubau hindurch.

Weil die im Untergeschoss geplanten Stellplätze wegfallen, ist eine Tiefgarage im Hospitalpark geplant. „Damit erhalten wir den bestehenden Park und schaffen zusätzliche Parkplatzkapazitäten“, erklärt Fleck. „Das war ein wichtiger Punkt für uns“, ergänzt Radiologe Mohrs, der beim Ausbau des Standorts auch den Parkdruck in dem Quartier zwischen Martinsviertel und Mathildenhöhe im Blick hat. Allein für ihre Abteilung seien 50 Plätze in der neuen Tiefgarage vorgesehen.

Stichwort Mathildenhöhe: Wie Manfred Fleck betont, erfolgt auch die veränderte Planung in enger Abstimmung mit der Stadt und dem Denkmalschutz, vor allem auch im Hinblick auf die laufende Bewerbung der Mathildenhöhe als Unesco-Welterbe. „Das ist dort alles komplett eingebunden.“

Was die denkmalgeschützte Villa an der Dieburger Straße angeht: „Da ist die zukünftige Nutzung noch nicht abschließend geklärt.“ Sie sei bis auf eine Zahnarztpraxis entmietet und werde künftig vom Hospital genutzt, wohl für Verwaltungsaufgaben.

Unverändert bleibt bei dem knapp 30 Millionen Euro teuren Vorhaben des Erweiterungstrakts, dass dort die neue Intensivstation, Entbindungsstation, Endoskopie sowie die Zentral-Sterilisation einziehen. Dass die Radiologie dort nun ihre Kapazität ausbaut, sei „ein ganz entscheidender Faktor“, betont auch Fleck. „Ein Mehrwert für die Patienten.“ Dafür habe man die Verschiebung des Vorhabens gerne in Kauf genommen.

„Aufgrund der Umplanung wird nun ein neuer Bauantrag eingereicht“, teilt Marcus Fleischhauer, kaufmännischer Geschäftsführer des Alice-Hospitals, mit. Der Erwerb des Nachbargrundstücks sei leider erst nach erst nach Einreichen des bisherigen Bauantrags zustande gekommen. Doch der Geschäftsführer ist sich bereits jetzt sicher: „Noch in diesem Jahr werden wir mit dem Abriss des Treppenhauses am Anbau-Ost des Alice-Hospitals beginnen.“

Von Alexandra Welsch, erschienen im Darmstädter Echo am 24.06.2020

Verschiedenes

Kurse & Seminare

Das Alice-Hospital führt eine Vielzahl von Kursen und Seminaren Rund um das Thema Gesundheit durch. Hierzu zählen sowohl Yoga- und Pilates als auch medizinische Vorträge und Sebsthilfegruppen.

Aufnahme & Entlassung

Die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme beraten Sie in allen Fragen rund um die Aufnahme. Die Patientenaufnahme steht Ihnen montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8:00 bis 15:30 Uhr zur Verfügung.

Qualität & Sicherheit

Infektionsvermeidung und Patientensicherheit ist eine zentrale Aufgabe für Krankenhäuser. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Alice-Hospital eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt.