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Manfred Fleck

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Pressemitteilungen


22-12-2017

Was tun bei hartnäckigem Nasenbluten?

Fast jeder kennt das: ohne erkennbare Ursache und ohne Vorwarnung fängt die Nase plötzlich an zu bluten. Bei Kindern löst fast immer eine mechanische Manipulation mit dem Finger eine Blutung im vorderen Bereich der Nase aus. Eine trockene Schleimhaut, zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung, begünstigt dies. Bei Erwachsenen sind vor allem blutverdünnende Medikamente und ein Bluthochdruck die Auslöser. In diesen Fällen kann es zu einer diffusen oder schwer kontrollierbaren Blutung im hinteren Bereich der Nase kommen.

Was können Sie tun, um die Blutung zu stillen? Am allerhäufigsten befindet sich die Quelle der Blutung im vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand (der sog. „Locus kisselbachii“). In der Regel wird schon eine große Abhilfe sein, die betroffene Nasenseite vorne über fünf bis zehn Minuten zusammenzudrücken. Eine kühle Rolle im Nacken kann hier unterstützen. Eine aufrechte Position verhindert dabei, dass das Blut nach hinten in den Rachen läuft. Manchmal ist ein Nasenbluten sehr stark und hartnäckig oder es kehrt ständig wieder. Dann ist möglicherweise eine medizinische Intervention erforderlich.

Solche Blutungen im vorderen Bereich veröden wir in der Regel unkompliziert mit einem Laser oder mithilfe von Elektrokoagulation. Die Lasertherapie hat den Vorteil einer kleineren Wundfläche und somit die Minimierung unerwünschter Folgen einer Koagulation, wie Knorpel- und Schleimhautbeschädigung.

Liegt die Quelle des Nasenblutens im hinteren Bereich, kann mitunter ein minimal invasiver, endoskopischer Eingriff im Bereich der Nase zur Behandlung der für die Blutung verantwortlichen Arterien im hinteren Nasenabschnitt erforderlich sein. Der Patient bekommt hierzu eine Vollnarkose. Nasentamponaden können dann zum Einsatz kommen, wenn zum Beispiel durch die Intensität des Nasenblutens vor dem Eintreffen des Hals-, Nasen- und Ohrenarztes schnell eine Stabilisierung des Patienten erforderlich ist, oder wenn es sich zum Beispiel nach Einnahme von Gerinnungshemmern oder Störungen der Blutgerinnung um eine diffuse Blutung aus der Nase handelt.

Ganz wichtig ist vor allem eine gute Pflege der Nase, vorzugsweise mit einer weichen Nasensalbe, die die Schleimhäute geschmeidig hält. Sie sollte aber fest genug sein, dass sie gut haftet.

In jedem Fall sollte ein hartnäckiges oder wiederkehrendes Nasenbluten von einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde abgeklärt werden. In seltenen Fällen können bestimmte Gefäßmissbildungen dahinterstecken, die besondere Therapien oder die Konsultation eines Spezialisten erforderlich machen. Ein Beispiel für Gefäßfehlbildungen als Ursache wiederkehrenden Nasenblutens ist eine oftmals Initial verkannte, vererbbare Erkrankung der Gefäße, auch als „Morbus Osler“, oder „Hereditäre hamorrhagische Telangiektasie“ bekannt. Das ist zwar eine seltene Erbkrankheit, die sich meist im jungen Erwachsenenalter manifestiert. Auch in Darmstadt sind einige Familien hiervon betroffen. Wichtig zu wissen ist, dass bei dieser Krankheit Gefäßmissbildungen nicht nur in der Nase, sondern auch in anderen Organen wie zum Beispiel der Lunge befinden können. Unbehandelt können sie zu lebensbedrohlichen Komplikationen, wie einem Schlaganfall führen. Frühzeitig erkannt, können sich solche Komplikationen vermeiden lassen, wobei bei solchen komplexen Fällen oftmals die Behandlung durch verschiedene Fachdisziplinen angebracht ist.

Priv.-Doz. Dr. med. Behfar Eivazi
Arzt, Hals- Nasen- Ohrenarzt
Plastische Operationen
Belegarzt am Alice-Hospital

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