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Manfred Fleck

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Pressemitteilungen


22-12-2017

Tinnitus - das lästige Pfeifen im Ohr

Fast jeder kennt sie, aber meist verschwinden sie ebenso rasch, wie sie gekommen sind: plötzliche Geräusche in einem oder beiden Ohren, die es eigentlich gar nicht gibt. Es kann pfeifen, rauschen, brummen oder klingeln – der Varianz sind hier keine Grenzen gesetzt.  Bleibt das Geräusch bestehen, sprechen wir Mediziner von einem Tinnitus vom lateinischen Begriff „tinnire“ für Klingeln.

Wie häufig ein solcher Tinnitus vorkommt, dazu gibt es zwar keine gesicherten Angaben, aber in meiner Praxis gehört er zum Alltag. Die Behandlung hängt von seiner Ursache ab. So gibt es etwa zwei kleine Muskeln im Ohr, die das Trommelfell stabilisieren und es so vor zu viel Lärm schützen. Manchmal kontrahieren diese Muskeln spontan in einer bestimmten Frequenz und verursachen dadurch einen Tinnitus. Das lässt sich ähnlich wie wiederkehrende Wadenkrämpfe gut mit Magnesium therapieren.

In anderen Fällen ist das Ohrgeräusch durch eine Schädigung der winzigen Härchen im Innenohr bedingt. Sie sind dazu da, die vom Trommelfell weitergegebenen Schallwellen in elektrische Nervenimpulse umzuwandeln und dadurch das Hören zu ermöglichen. Eine solche Schädigung, auch Hörsturz genannt, kann chronisch durch Alterungsprozesse, akut durch ein Knalltrauma oder auch ohne erkennbare Ursache auftreten und mit einem Tinnitus einhergehen. Ein Hörsturz ist immer mit einer verminderten Hörleistung verbunden. Meist im Bereich von hohen Tönen, weil die Härchen, die dafür zuständig sind, am nächsten zum Außenohr und damit der Schallquelle liegen.

Auch hier ist es wichtig, dass Betroffene frühzeitig einen Facharzt aufsuchen. Eine gründliche Untersuchung trägt in der Regel schnell dazu bei, Ängste zu nehmen. Manche Patienten fürchten, dass ein Tumor dahinter stecken könnte. Das ist aber zum Glück äußerst selten. Auch stimmt die Annahme nicht, ein Hörsturz sei ein Vorzeichen für einen Schlaganfall. Studien haben hier keinen Zusammenhang gefunden.

Im Anschluss an die Untersuchungen besprechen wir HNO-Ärzte mit unseren Patienten die Therapie. Bei einer akuten Schädigung kann eine Behandlung mit Kortison gute Erfolge erzielen. Bei chronischen Veränderungen kommen andere Maßnahmen in Betracht. Wir besprechen die Therapie immer individuell. Ganz wichtig ist in jedem Fall eine intensive und vertrauensvolle Betreuung. Denn sowohl Tinnitus als auch Hörsturz können Betroffene erheblich belasten. Gespräche sind hier wichtig, um dem Patienten Wege aufzuzeigen, mit einem Hörsturz oder Ohrgeräusch zurechtzukommen.

Dr. med. Florian Michel
Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilunde
Belegarzt am Alice-Hospital

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