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Manfred Fleck

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Pressemitteilungen


10-01-2018

Jeder kann reanimieren

Am plötzlichen Herztod versterben in Deutschland rund 80.000 Menschen pro Jahr. Diese Zahl ließe sich mit großer Sicherheit deutlich reduzieren. Nicht selten findet nämlich ein Herzstillstand im Beisein von Familienangehörigen oder Freunden statt. Aus der jahrelangen Tätigkeit als Notarzt weiß ich, dass viele Menschen zögern, selbst Wiederbelebungsversuche einzuleiten. Leider wird in Deutschland nur in 10 bis 15% aller Fälle eine Reanimationsmaßnahme durch Laien vor Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt. Dabei zählt hier jede Sekunde. Je früher eine Herzdruckmassage erfolgt, desto größer ist die Chance für den Betroffenen mit einer guten Lebensqualität zu überleben. Die moderne Intensivmedizin bietet heute viele Behandlungsmöglichkeiten. Grundvoraussetzung dafür, dass das Gehirn keine bleibenden Schäden davon trägt, ist aber eine frühe Reanimation – und zwar schon, bevor der Notarzt eintrifft. Den wenigsten ist bewusst, dass durch eine Laien-Reanimation die Überlebenschance nahezu verdoppelt werden kann. Ohne Reanimation sinkt die Überlebens-Wahrscheinlichkeit pro verstrichener Minute um 10%, d.h. nach zehn Minuten ist sie bei null.

Wenn Sie beobachten, dass eine Person das Bewusstsein verliert, zu Boden stürzt, auf Ansprache und auch auf Schmerzreize wie ein festes Zwicken nicht reagiert und auch keine Anzeichen einer Atmung mehr vorhanden sind, zögern Sie nicht! Rufen Sie sofort unter 112 den Notarzt und beginnen Sie unverzüglich – ohne nach einem Puls zu suchen – mit der Herzdruckmassage! Lagern Sie dazu den Betroffenen auf den Rücken. Knien Sie sich seitlich neben ihn und drücken Sie mit ihren übereinander gelegten Handballen mit durchgestreckten Armen das Brustbein in der Mitte etwa 100-mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief nach unten. Dadurch fließt sofort wieder Blut aus dem Herzen in die Organe und damit auch in das Gehirn. Sie sind praktisch der Herzschlag, der den Patienten am Leben erhält, bis der Notarzt kommt. Der in den Lungen befindliche Sauerstoff reicht auch ohne (Be)Atmung ca. acht Minuten lang aus. Wenn Sie sich scheuen, eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen, hilft daher auch eine alleinige Herzdruckmassage. Haben Sie keine Angst, ihm zu schaden, Sie können nichts verschlimmern. Wenn kein Herzstillstand vorliegt, wird er Lebenszeichen von sich geben. Eventuelle Verletzungen durch die Herzdruckmassage sind in jedem Fall das kleinere Problem.

Eine Reanimation durchzuführen ist zwar nicht im wörtlichen Sinn kinderleicht, aber schon Kinder beherrschen es. Es gibt erste Projekte an Schulen, Jugendliche darin anzuleiten. Auch Sie können reanimieren. Frischen Sie Ihre Kenntnisse auf, zum Beispiel in einem Kurs beim Roten Kreuz oder anderen Rettungsdienstorganisationen. Auf deren Internetseiten finden sich Tipps und Anleitungen. Besonders wichtig ist dies, wenn Herzkranke in Ihrer Familie sind.

Dr. med. Holger Steiger

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin

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