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Pressemitteilungen


15-05-2018

Ein Volksleiden, das man verschweigt

Eine wichtige Funktion des Dickdarms ist es, dem Speisebrei Wasser und Salze zu entziehen und sie dem Körper zuzuleiten. Je länger der Stuhlgang in ihm verbleibt, desto mehr verfestigt er sich. Entsprechend wichtig ist es, dass sich der Darm regelmäßig entleert. Mediziner sprechen von einer Verstopfung oder auch Obstipation, wenn das weniger als drei Mal pro Woche der Fall ist. Aber auch wenn die Entleerung nicht vollständig möglich ist oder nur unter starkem Pressen beziehungsweise Schmerzen stattfindet, handelt es sich um Verstopfung.

Obstipation ist ein sehr häufiges Problem. Etwa jeder dritte ältere Mensch leidet chronisch daran. Aber auch Jüngere sind mit rund 20 Prozent zumindest phasenweise betroffen. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die einer Obstipation entgegen wirken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausreichend große Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5 Liter am Tag und eine ballaststoffreiche Ernährung. Außerdem ist es wichtig, den Stuhlreiz nicht zu unterdrücken und den Gang zur Toilette möglichst ritualisiert täglich um die gleiche Zeit vorzunehmen. Hilfreich ist auch ein Schemel unter den Füßen, der den Beckenwinkel beim Pressen verkleinert, und so die Entleerung erleichtert. Die Steinzeitmenschen haben uns das vorgemacht, indem sie sich in gebückter Haltung entleerten.

In hartnäckigen Fällen kommen Abführmittel zum Einsatz. Sehr gut helfen zum Beispiel regulierende Flohsamenschalen aus der Natur. Sie quellen im Darm auf und machen so den Stuhl sowohl bei Verstopfung weicher als auch bei Durchfall weniger wässrig. Auch chemische Quellmittel stellen eine gute Therapie dar. Klassische Abführmittel regen die Darmperistaltik an, führen aber nicht, wie früher angenommen wurde, zu einer Gewöhnung.

Die Ursachen sind ebenso vielfältig, wie die Therapiemöglichkeiten. Dass der Darm im Lauf des Lebens ermüdet, ist ein normaler Alterungsprozess. Eine ganz wichtige Rolle bei der Stuhlentleerung spielt die Psyche. Manche Menschen verlieren zum Beispiel den Stuhldrang, wenn ihnen nur eine stark verschmutzte Toilette zur Verfügung steht. Zudem beeinflussen viele weitere Faktoren die Darmtätigkeit. So etwa internistische Erkrankungen, die sich auf den Salzhaushalt des Körpers auswirken. Bestimmte Medikamente, zum Beispiel gegen die Parkinson-Krankheit oder gegen Depressionen, können die Darmtätigkeit ebenfalls herabsetzen. Auch Verengungen im Darm können die Passage verzögern. Hierbei  ist auch an Darmtumore zu denken.

Besonders, wer neu oder  anhaltend unter Obstipation leidet, sollte das daher ärztlich abklären lassen. Als Untersuchungsmöglichkeiten kommen neben Tastbefund und Laboruntersuchung auch Ultraschall und Darmspiegelung in Frage. In manchen Fällen werden Röntgenmarker eingesetzt. Damit wird gemessen, wie lange der Transport im Darm andauert. Bei dem sogenannten Reizdarmsyndrom findet sich keine konkrete Ursache. Da reagiert der Darm besonders empfindlich, zum Beispiel auf Stress, mit Verstopfungen und/oder Durchfall.

Dr. med. Ulrich Heil, Facharzt für Gastroenterologie

Darmstädter Echo vom 08.05.2018

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