Nierennervenverödung zur Blutdrucksenkung

Bei der sogenannten Nierennervenverödung  überhitzen Ärzte mithilfe von Strom gezielt kleine Nervenfasern an den Nierenarterien. Diese spielen eine maßgebliche Rolle für die Regulation des Blutdrucks. Bei dem Eingriff führen Ärzte über die Leiste einen dünnen Katheter bis in die Nierenarterien ein. An seiner Spitze sitzt eine Elektrode, die am Zielort für etwa zwei Minuten einen hochfrequenten Strom abgibt. Eine Narkose ist nicht notwendig. Der Patient erhält aber während der Verödung starke  Schmerzmittel, da in den Wänden der Blutgefäße auch Schmerznerven verlaufen.

Welcher Patient für die Behandlung in Frage kommt, entscheiden die Kardiologen am Alice-Hospital gemeinsam mit einem Facharzt für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck.  Gibt es eine erkennbare, sogenannte sekundäre Ursache für den Bluthochdruck, ist der bessere Weg, diese zu behandeln und damit die Hypertonie nicht nur zu bessern, sondern möglicherweise zu heilen. Auch Patienten, deren Nieren geschwächt sind, dürfen bisher nicht mit der neuen Methode behandelt werden. Ein Grund dafür ist, dass das dafür nötige Kontrastmittel die Nieren schädigen kann.

Schrittmacher Implantation

Das Alice-Hospital hat sich zu einem Zentrum für Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren (sog. ICD‘s) entwickelt. Zum gesamten Spektrum zählen sowohl Schrittmacher die prüfen, ob sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt als auch Defibrillatoren, die kernspintomografische Untersuchungen zulassen, sowie die so genannte Kardiale Kontraktilitätsmodulation. 

Die sogenannte „Kardiale Kontraktilitätsmodulation“ (kurz CCM) unterstützt krankhafte Herzmuskelzellen bei ihrer Arbeit und verhilft dem lebenswichtigen Pumporgan so zu mehr Schlagkraft. Das neue Verfahren ähnelt in mancher Hinsicht einem Herzschrittmacher: Auch hier pflanzen Ärzte in einer kurzen Operation ein kleines Gerät unter die Haut, das über feine Elektroden elektrische Impulse an den Herzmuskel sendet. Der Unterschied ist, dass eine CCM den Herzrhythmus völlig unbeeinflusst lässt. Die Geräte geben ihre Impulse nämlich ab, kurz nachdem die Herzmuskelzellen auf natürlichem Weg elektrisch erregt worden sind. Indem sie die noch vorhandene elektrische Spannung sozusagen verstärken, verhelfen sie den geschwächten Zellen auch mechanisch zu mehr Spannkraft. Mediziner sprechen von „Kontraktilität“.

Wenn die beiden Herzkammern nicht vollkommen synchron schlagen, kann das die Leistung des Herzens erheblich verschlechtern und sich dadurch Wasser in der Lunge stauen. Der neue Schrittmacher beseitigt nicht nur dieses Herzschaukeln, sondern misst auch das Lungenwasser. Dazu bestimmt das Gerät den Widerstand zwischen dem Schrittmacher-Aggregat, der in der Regel in einer Hauttasche unter dem Schlüsselbein eingebettet ist, und den Elektroden im Herzen. Weil Wasser andere elektrische Eigenschaften hat als Luft, verändert sich dieser Widerstand, wenn sich Flüssigkeit in der Lunge staut. Ist das der Fall, gibt der Schrittmacher ein Warnsignal ab und ein Arzt kann Entwässerungsmedikamente verschreiben, beziehungsweise deren Dosis anpassen.

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)

EPU steht für „Elektrophysiologische Untersuchung“. Dabei führen Ärzte Elektroden über Blutgefäße bis in das Herz und stellen darüber seine elektrische Erregung bildlich dar. Durch dieses direkt am Herzmuskel abgeleitete Elektrokardiogramm (EKG) können sie Herzrhythmusstörungen und deren zugrunde liegende Mechanismen viel präziser diagnostizieren als durch ein herkömmliches EKG.

Profitieren können unter anderem Patienten mit einem sogenannten Vorhofflimmern. Denn hier können die Ärzte durch eine EPU die krankhaften Zellen genau lokalisieren, die diese Herzrhythmusstörung auslösen. Meist liegen sie im linken Vorhof an den Stellen, wo die aus der Lunge kommenden Blutgefäße münden. Eine EPU erlaubt in vielen Fällen auch, ein Vorhofflimmern gleich zu beseitigen. So können Kardiologen dabei mithilfe eines hochfrequenten Stroms diejenigen Zellen des Herzmuskels veröden, die die krankhaften elektrischen Impulse aussenden. Mediziner nennen eine solche Verödung Ablation. Durch eine Ablation kann das krankhafte Gewebe dauerhaft elektrisch isoliert werden und das Herz wieder im richtigen Takt schlagen.

Weil der Erfolg und die Sicherheit einer EPU wesentlich von der Erfahrung und dem Können des durchführenden Arztes abhängen, arbeiten die Kardiologen hier mit einem international anerkannten Experten auf diesem Gebiet zusammen. Die EPU wird im Herzkatheterlabor am Agaplesion Elisabethenstift durchgeführt. Träger des Herzkatheterlabors ist die Kardiologie Mathildenhöhe – eine Kooperation zwischen dem Alice-Hospital, dem AGAPLESION ELISABETHENSTIFT und den beiden kardiologischen Gemeinschaftspraxen am Alice-Hospital, dem „Kardiovaskulären Zentrum Darmstadt“ und der „Kardiologie Darmstadt – das Zentrum für Herzgesundheit .

Verschiedenes

Kurse & Seminare

Das Alice-Hospital führt eine Vielzahl von Kursen und Seminaren Rund um das Thema Gesundheit durch. Hierzu zählen sowohl Yoga- und Pilates als auch medizinische Vorträge und Sebsthilfegruppen.

Aufnahme & Entlassung

Die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme beraten Sie in allen Fragen rund um die Aufnahme. Die Patientenaufnahme steht Ihnen montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8:00 bis 15:30 Uhr zur Verfügung.

Qualität & Sicherheit

Infektionsvermeidung und Patientensicherheit ist eine zentrale Aufgabe für Krankenhäuser. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Alice-Hospital eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt.